Millie bekommt keine Ruhe

Morgens Mord, abends Geburtstag (Millie Hargrove ermittelt 2) – M.L. Busch

Millie Hargrove hat sich gerade davon erholt, dass sie mitgeholfen hat, einen Mord im beschaulichen Beverlie Hills aufzudecken, als es schon wieder aufregend wird. Im kleinen Theater steht die nächste Premiere an, für die ein großer Deko-Glücksdrache geliefert werden soll – und ihr Geburtstag steht vor der Tür, den sie eigentlich gar nicht feiern möchte. Als sie dann noch in der Lieferkiste statt des Drachens einen toten Koch entdeckt, ist es mit ihrer Ruhe ganz vorbei.

So sehr hatte Millie, Assistentin im kleinen Theater im beschaulichen Örtchen Beverlie Hills (nicht zu verwechseln mit dem großen Beverly Hills), gehofft, keinen Toten mehr sehen zu müssen. Deshalb hielt sie den Koch mit dem Messer in der Brust, den sie statt des erwarteten Drachens in der Versandkiste findet, zunächst auch für eine schlecht hergestellte Puppe. Doch als Sheriff Rick Moreno die Ermittlungen einleitet, wird ihr schnell klar, dass es sich tatsächlich um den Koch des neuen chinesischen Restaurants handelt. Es kommt, wie es kommen muss, Millie kann nicht aus ihrer Haut und möchte bei den Ermittlungen helfen. Da der Fall äusserst mysteriös ist und es zu immer mehr Verwirrungen kommt, erlaubt der Sheriff ihr tatsächlich, ihm ganz offiziell zu helfen.

Der Autorin ist wieder ein überaus amüsanter Cosy-Krimi gelungen. Millie ist einfach zu herrlich in ihrer ganzen Art. Sympathisch, kess und unglaublich schüchtern, wenn es um den Sheriff geht. Neben Millie und dem Sheriff treffen wir noch einige andere Protagonisten aus Band 1, ohne die die Ermittlungen nicht laufen würden. So bekommt auch Sam, Deputy Sheriff unter Rick, wieder seine Auftritte. Besonders gut gefallen hat mir die Idee, wie er sich die Frauen vom Hals halten möchte – und das genaue Gegenteil bewirkt. Auch Betsy, Millies Freundin ist natürlich wieder mit von der Partie.

Manchmal habe ich ob der Skurrilitäten den Kopf geschüttelt, mich aber trotzdem großartig unterhalten gefühlt. Denn ein Roman darf auch mal skurrile Szenen haben, die in Wirklichkeit so nicht stattfinden würden. Ich finde es toll, dass die Autorin diese Fantasien zulässt und zu Papier bringt. Und neben der ganzen Spannung darf natürlich eine Prise Liebe nicht fehlen, sie ist quasi das Salz in der Suppe.

Von mir gibt es fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Das Buch ist in sich abgeschlossen und lässt sich ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes lesen. Für den höheren Genuss empfehle ich jedoch, zunächst Band 1 dieser Serie zu lesen.

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