LBM 2025 – Aus Sicht eines Erstbesuchers
Donnerstag 10 Uhr fiel der Startschuss zur Leipziger Buchmesse. Der Eingangsbereich der Halle 5 war kalt gehalten und hatte nichts mit einer Buchmesse zu tun, keine Dekoration oder irgendwie geartete Willkommenswünsche. Also rein in die Halle, bevor der große Ansturm kam. Auffallend waren die sehr breiten Gänge, welche anfangs die Stände wie kleine Inseln wirken ließen. Fast wie Oasen der Literatur, wo die Autoren in der ersten Zeit noch Gelegenheit zu guten Gesprächen hatten. Was mich etwas störte, war der willkürlich anmutende Mix der vielen Stile in einer Halle, man war somit gezwungen, durch mehrere Hallen zu gehen, um Literatur zum eigenen persönlichen Lesegeschmack zu finden. Was mich mit der Zeit immer mehr störte, waren die auf reinen Verkauf vor Ort ausgelegten Stände. Wenn ich dort nach Lesestoff für mich hätte stöbern wollen, hätte ich erst lange anstehen müssen, also hab ich mir dies gespart. Bücher kaufe ich mir dann lieber in einer gut sortierten Buchhandlung außerhalb einer Messe oder lade mir ein eBook. Mit der Zeit wurde es immer voller, so dass sogar stellenweise die breiten Gänge zu verstopfen drohten. Entweder trieb man mit der Masse an vielleicht interessanten Ständen vorbei oder musste sich regelrecht zu den mittlerweile gestressten Autoren durchkämpfen. Optisch aufgelockert wurde die Messe durch die zahlreichen Cosplayer. Nach 4 Stunden war für mich die Schmerzgrenze erreicht, 5-10 Minuten, nur um an einen der von mir favorisierten Stände zu gelangen, sind mir zu stressig.
Fazit: eine Buchmesse in einem solchen Format entspricht nicht meinem Geschmack und ich werde lieber die kleinen lokalen Messen besuchen, wo es noch um Austausch und Anregung geht.
Igor
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